Ich habe vor einigen Jahren angefangen mich mit dem Lichtdruck zu beschäftigen und bin dabei, im Rahmen meiner zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten die Technik dafür aufzubauen und mich in kleinen Schritten einzuarbeiten.
Der Lichtdruck auch Königin der polygrafischen Techniken genannt ist ein unter den heute sogenannten Edeldruckverfahren kaum noch bekanntes und praktiziertes Verfahren.
Der Lichtdruck ist ein um 1852-68 von Herrn Joseph Albert zur Anwendungsreife gebrachtes Flachdruckverfahren, mit dem echte Halbtonbilder rasterlos reproduziert bzw. in Kleinen Auflagen gedruckt werden Können.
Er hatte seine Blütezeit Ende 1800 bis Anfang der 1900er Jahre. Verlor danach aufgrund des aufwendigen und kostenintensiven Verfahrens aber schnell wieder an Bedeutung.
Heute ist der Lichtdruck leider kaum noch bekannt und wird
nur noch wenigen Orten weltweit praktiziert.
Drucken mit Licht? Nicht direkt. Das Licht, insbesondere der Kurzwellige UV Anteil, dient dazu durch ein fotografisches Negativ auf die spätere Druckform mit Lichtempfindlich gemachter Gelatine zu treffen. Dadurch bildet sich proportional zu den Tonwerten des Negatives ein Runzelkorn in der Gelatine. Dieses Runzelkorn nimmt den Tonwerten entsprechend unterschiedlich Feuchtigkeit an.
So dass nach dem einwalzen mit fettiger Farbe selbige nur an nicht feuchten Stellen angenommen wird
(Wasser und Fett stossen sich ab). Fertig zum Druck.